Neues Fastentuch für den Mondseer Hochaltar
Unser Pfarrer Ernst Wageneder lud mich ein, mich an der Gestaltung des neuen Fastentuches für den Mondseer Hochaltar zu beteiligen. In vielen gemeinsamen Sitzungen zur Ideenfindung entstand die Kreuzform des Tuches und die Idee, daß ich das Mittelstück malen sollte. Ich hatte die ehrenvolle und sehr herausfordernde Aufgabe, dieses Mittelstück zu malen und zu gestalten.Dieses ist ca 13 m lang und ca. 70 cm breit.
Die Darstellung ist eine Bruchlinie aus der Licht hervorbricht – als Symbol für die Hoffnung und den Neubeginn am Ende der Fastenzeit – Licht das die Dunkelheit überstrahlt. Seitlich wird das Band immer dunkler, es gibt Kratzer und Dunkelheit für die Prüfungen und Schwierigkeiten im Leben, doch alles wird überstrahlt von dem Lichtspalt in Weiß und Gold.
Weitere schmälere Leinwand-Bänder malte ich für den Altar, den Ambo und den Priestersitz, sodaß sich dieser lichte Aufbruch vom Hochaltar bis nach vorne optisch durchzieht.
Genäht hat dieses große Tuch Frau Poldi Wiedlroither die auch mit unglaublicher Geduld, Geschick und Ausdauer wesentlich zum Gelingen beigetragen hat. Weiterer Dank gilt unserem Mesner Niki der 5 – 6 Proben und immer wieder neuerliches ‚Aufziehen‘ geduldig und fachkundig möglich gemacht hat, sowie Lois Ebner für die technische Ausführung der Aufhängung.
Für mich war es eine große Herausforderung, mein bisher ‚größtes‘ malerisches Werk und ich bin sehr dankbar, daß es so gut gelungen ist, und eine wunderbare symbolische Fernwirkung hat. Den Moment des ‚Aufziehens‘ am Faschingsdienstag – und den ersten Blick auf die Wirkung in der Kirche werde ich nicht vergessen.
Ich bin dankbar, daß ich mitwirken durfte.

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